Der Museumsgarten

Der Garten des Künstlermuseums Heikendorf ist eng mit der Geschichte des Hauses und der Künstlerfamilie Blunck verbunden. Als Heinrich Blunck das Haus 1923 erwarb, nutzte er den Garten zur Selbstversorgung mit Obst und Gemüse. Zugleich war er Rückzugsort, Treffpunkt für Freunde und Malerkollegen und immer wieder auch Motiv und Inspirationsquelle für seine Arbeit.

Nach dem Tod von Käthe Blunck 1991 wurde das Wohnhaus zum Museum umgebaut. In den Jahren 1999/2000 entstand der heutige Museumsgarten, der sich in seiner Gestaltung an den historischen Garten anlehnt. Viele Pflanzen aus dem ehemaligen Garten sind bis heute erhalten, darunter die große Glyzinie an der Jugendstilveranda, alte Rosen, Schneeglöckchen und Stauden.

Ein ehrenamtliches Gartenteam kümmert sich mit viel Engagement um die Anlage. Rund 200 Pflanzenarten, darunter Rosen, Stauden, Kräuter, alte Gemüsesorten, Sträucher und Zwiebelpflanzen, sorgen dafür, dass der Garten zu jeder Jahreszeit etwas zu entdecken bietet.

Heute ist der Museumsgarten ein besonderer Teil des Museumsensembles. Er lädt dazu ein, nach dem Museumsbesuch zu verweilen und die Eindrücke der Ausstellung in Ruhe nachwirken zu lassen. Zugleich bietet er einen Rahmen für Kunst im Freien. Besonders präsent sind die Skulpturen und Reliefs der Bildhauerin Karin Hertz (1921–2017), deren Leben eng mit Heikendorf verbunden war. Wechselnde Werke anderer Künstlerinnen und Künstler ergänzen die Präsentation.

So verbindet der Museumsgarten Geschichte, Kunst und Gartenkultur und macht einen Teil der Atmosphäre erlebbar, die schon Heinrich Blunck an diesem Ort inspirierte.