Ausstellungsdauer: vom 12. September bis zum 22. November 2026
Öffentliche Vernissage am Samstag, 12. September, 17 Uhr
Was in privaten Kunstsammlungen zusammengetragen wird, bleibt meist den eigenen vier Wänden vorbehalten. Diese Ausstellung eröffnet einen seltenen Einblick in zwei norddeutsche Privatsammlungen, deren Spektrum von der Kunst des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart reicht. Neben Gemälden sind zahlreiche Pastelle, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphiken zu sehen – empfindliche Arbeiten auf Papier, denen beide Sammler eine besondere Leidenschaft widmen.
Die Ausstellung vereint schleswig-holsteinische Kunst mit Werken bedeutender dänischer Künstler und internationalen Positionen der Moderne.
Zu den vertretenen Künstlerinnen und Künstlern gehören unter anderem Ludwig Dettmann, Hans Peter Feddersen, Otto Heinrich Engel, Emil Nolde, Dorothea Maetzel-Johannsen, Käte Lassen, Michael Arp, Klaus Fußmann sowie Friedrich Mißfeldt, Rudolf Behrend und Heinrich Blunck.
Ergänzt wird die Auswahl durch Werke dänischer Künstler wie Carl Locher, Michael Ancher, Christoffer Wilhelm Eckersberg und Carl Holsøe sowie durch internationale Ikonen wie Andy Warhol, David Hockney und Günter Fruhtrunk. So unterschiedlich die beiden Sammlungen sind, verbindet sie doch die Leidenschaft zur realistischen zeitgenössischen Kunst.
Beide Sammler beschäftigen sich auch beruflich mit Kunst und Gestaltung. Sie sammeln nicht nach Marktwert oder Vollständigkeit, sondern nach persönlichen Vorlieben. Jedes Werk erzählt seine eigene Geschichte und erinnert an Begegnungen, Entdeckungen oder besondere Lebensmomente. So spiegelt eine Sammlung im Laufe der Jahre die eigenen Interessen und Erfahrungen.
Die individuellen Vorlieben prägen auch diese Ausstellung. Während die eine Sammlung ihren Schwerpunkt auf den norddeutschen Impressionismus und die Kunst um 1900 legt, richtet die andere den Blick auf die internationale Moderne mit einem besonderen Interesse an Pop Art und Op Art der 1960er und 1970er Jahre.
Im spannenden Dialog entstehen unerwartete Verbindungen zwischen regionaler Landschaftsmalerei und den farbintensiven Bildwelten der Nachkriegsmoderne.
Sammeln gehört zu den ältesten kulturellen Tätigkeiten der Menschheit. Es bewahrt Erinnerungen, schafft Orientierung und motiviert, weitere Objekte der Sammlung hinzuzufügen. Diese Ausstellung lädt dazu ein, zwei ganz eigene Sammlerpersönlichkeiten kennenzulernen und zugleich die Freude am Sehen, Entdecken und Sammeln zu teilen.
Ein Kunstmuseum für regionale Kunst im Kontext mit Wechselausstellungen europäischer/internationaler Malerei.